DDR, Geschichte, Mecklenburg-Vorpommern Elke Ferner

Karins wiederholt gestellter Ausreiseantrag in den Westen endet mit ihrer Inhaftierung; das mögliche Schlimmste wird Realität: Man trennt sie von ihrem Sohn, sie erfährt nichts über seinen Verbleib - so beginnt das Martyrium einer Mutter ...

Vom Sieg einer starken Frau über die Irrtümer in einem eingeklemmten Land.


DDR, Geschichte, Mecklenburg-Vorpommern Elke Ferner

Da streift man so durch sein Leben, hat vieles erfahren und einiges gelernt; Erinnerungen keimen, paaren sich mit reifen Tagen, recken kess den Hals und melden sich zu Wort.

Elke Ferner ist nie des Federlesens müde geworden, nun drückt die Feder gegen das Papier; -was drauf steht, ist Ertrag - eben des Federlesens Wert.




Wie so viele Angehörige der jetzt älter gewordenen Ostdeutschen prägte die DDR auch die Autorin Elke Ferner. Im Arbeiter-und-Bauern-Staat stand sie "ihren Mann", übernahm Verantwortung, quälte sich mit Unzulänglichkeiten des täglichen Lebens und der Gleichgültigkeit ihrer Zeitgenossen.

 

Heute, 25 Jahre nach dem Beitritt der DDR zur BRD, schüttelt sie verwundert den Kopf über die Ahnungslosigkeit vieler jungen Leute, was und wie jener Staat eigentlich war. Rückerinnerung an ein erfolglos gebliebenes Wagnis, nach dem verlorenen 2.Weltkrieg in einem Teil Deutschlands eine sozialistische Gesellschaft einzurichten, wünschen die Protagonisten der heutigen Berliner Republik nicht. Dabei ist es unerlässlich für ein Geschichtsbild der Nachgeborenen zu wissen, warum die DDR entstand, wie sie funktionierte und weshalb sie letztlich unterging.

Elke Ferner, einleuchtendes Beispiel für Realitätssinn, tut, was sie kann: Sie schreibt auf, wie die DDR war. Ihre Anekdoten stellen stets die Grundfrage: Amboss oder Hammer sein; die Botschaft ist einfach und klar. Mögen sich interessierte junge Leute auf sie berufen und weniger auf Lehrkräfte, die bewusst oder unbewusst zur Manipulation jener Schutzbefohlenen beitragen.


DDR, Geschichte, Mecklenburg-Vorpommern Elke Ferner

Bei meiner Großmutter aufgewachsen, tief verwurzelt in Mecklenburg, bin ich tagtäglich vom Plattdeutschen umgeben. Diese Mundart ist mir von Kindesbeinen an geläufig. Nun entspreche ich den Wünschen meiner Leser und schreibe Anekdoten auf Platt. Der Vortrag in dieser wunderbaren Sprache vermittelt die Botschaften meiner kleinen Geschichten noch intensiver.